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Referenz-Projekt "TeleService"
Auf diesen Seiten finden Sie Beschreibungen unserer Referenzprojekte. TeleService war ein Gemeinschafsprojekt mit dem Fraunhofer Institut, Stuttgart
Projektübersicht
Mobile Anwendung für Service-Techniker auf Basis eines Vorläufers unseres Frameworks PI-Mobile für mobile Client-/Server-Anwendungen.
Die Modellfabrik am Fraunhofer Institut
Gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO (Institut für Arbeit und
Organisation) entwickelt PI-Data Anwendungen für den Bereich mobiler
Software-Lösungen im industriellen Umfeld.
Das IAO hat dazu
eine so genannte Modellfabrik eingerichtet. Dabei handelt es sich um
eine komplette kleine Produktionshalle mit modernster
IT-Infrastruktur. Dort werden neueste Technologien und Konzepte der
Software-Unterstützung in Produktion und Service in einem realen
Umfeld präsentiert. Die Modellfabrik in Verbindung mit der
Beratungsleitung durch das Institut erlaubt es Entscheidern aus der
Industrie, sich eine fundierte Entscheidungsgrundlage für ihren
eigenen Betrieb zu schaffen.
Schnelle Akzeptanz durch einfache Bedienung
Die erste Stufe des hier vorgestellten Projekts "TeleService"
wurde in den Jahren 1998/99 im Rahmen eines Forschungsprojekts
erstellt und wenig später bei den Industrie-Partnern dieses Projekts
in Betrieb genommen. Es ersetzte die bis dahin üblichen
formularbasierten Serviceberichte durch Browser-gestützte
Eingabemasken. Das Programm erlaubt die elektronische Erfassung von
Fehlerursachen, Reparatur-Maßnahmen, verbauten Teilen sowie des
Maschinenzustands vor und nach der Reparatur.
Vor allem die
einfache Bedienung führte zu einer schnellen Akzeptanz der
Anwendung. Da die Eingabe eine Verbindung zum Firmennetzwerk bzw.
Internet erforderte, konnte die Eingabe erst nach Beendigung des
Service-Einsatzes im Büro erfolgen.
Ziel der mobilen Variante
des "TeleService" war es sowohl die Berichteingabe als auch
den Abruf der Servicehistorie direkt vor Ort beim Kunden zu
ermöglichen. Außerdem sollten die im Fahrzeug befindlichen
Ersatzteile verwaltet und Entnahmen sofort vermerkt werden.
PI-Data-Framework als effiziente Grundlage
Nach Ende des Service-Einsatzes werden auf Knopfdruck die
wichtigsten Informationen an die Servicezentrale übermittelt. Diese
weiß damit jederzeit Bescheid, welche Servicefälle erledigt sind
und wie der Ersatzteilbestand in den Fahrzeugen der Servicetechniker
aussieht. Die Zentrale kann damit bereits im Vorfeld ermitteln,
welche Techniker für einen Notfall in Frage kommen und schneller und
effektiver planen.
Grundlage für die Anfang 2003
implementierte Lösung ist das PI-Data-Framework. Dieses unterstützt
das so genannte "intermittierende" Verbindungsszenario.
Dieses Szenario geht davon aus, dass eine Verbindung zum
Firmennetzwerk über das Handy nur dann hergestellt wird, wenn eine
Kommunikation mit der Firma unerlässlich ist. Beim TeleService ist
dies dann der Fall, wenn der Techniker nach einem Einsatz die
wichtigsten Daten an die Service-Zentrale übermittelt und wenn er
Daten zu einem Notfall von der Service-Zentrale erhält. Ein
vollständiger Datenabgleich zwischen Mobilgerät und Firmennetzwerk
erfolgt dort, wo eine ausreichend schnelle und preiswerte
Netzwerk-Verbindung zur Verfügung steht - normalerweise also im
Büro.
Als
Zielgerät wurde der HP iPaq (vormals Compaq) ausgesucht, der
aufgrund seiner Leistungsfähigkeit im industriellen Umfeld sehr
beliebt ist. Die verwendete Variante des Geräts verfügt über
Bluetooth, so daß für die Datenübertragung zum Handy oder
Firmennetzwerk keine lästigen Kabel notwendig sind. Der Wechsel auf
ein anderes Mobilgerät ist jederzeit mit geringem Aufwand möglich,
da die Implementierung auf den Technologien Java, XML und WebServices
basiert.
Wie alle Mobilgeräte dieser Größe ist auch der iPaq nicht dazu geeignet, umfangreiche Browser-Inhalte darzustellen. Deshalb konnte die 1998/99 entstandene Benutzeroberfläche nicht direkt übernommen werden. Beim Entwurf der neuen Benutzeroberfläche (ScreenShots) wurden nicht nur die Eigenheiten des Mobilgeräts berücksichtigt, sondern auch die veränderte Arbeitssituation: Bedingt durch mögliche Störungen wie Lärm, Unterbrechung durch den Kunden, etc. kann sich der Techniker vor Ort deutlich schlechter auf das TeleService-Programm konzentrieren, als dies im Büro möglich ist.
Durch die strikte Trennung von Datenhaltung und Benutzerführung und dem intensiven Einsatz von XML im zugrunde liegenden Framework, konnte der Entwicklungsaufwand trotz der individuellen Benutzerführung drastisch reduziert werden.
Die mobile Variante des "TeleService" wurde im April 2003 erfolgreich abgeschlossen und am 7. Mai im Rahmen einer Konferenz zum Thema "Mobiles CRM" am IAO der Öffentlichkeit vorgestellt. Seither ist es in der Modellfabrik des IAO im Einsatz.


